Das schreiben von Code, egal in welcher Programmiersprache, ist eine Art der Kunst, der Interpretation und des Ausdrucks aller Gefühle die ein Programmierer (Developer) in sich trägt und kanalysiert auf sein Produkt übertragen kann, wenn Er oder Sie es möchte. Kling etwas abgehoben, ist es aber auch.

Ich kann die oft narzistische Haltung vieler Entwickler nicht nachvollziehen. Die nur eine bestimmte, also die von Ihnen favorisierte Technologie, eine Sprache oder Paradigma, als das Allheilmittel definieren und wie eine Religion auf diversen Plattformen wie Twitter, Google+, Facebook oder Blogs propagieren.

Klar ist jQuery geil, aber Prototype auch!

Zum Beispiel dieses Apple (iOS) vs. Google (Android) Gezanke und Gezerre vor den Augen der User und Entwicklergemeinde nervt, ich vermute das es niemand mehr hören will. In den letzten Jahren habe ich einige "Steve Jobs" Charaktere kennengelernt und das waren selbsternannte Klone, die ausschließlich einen einzigen Weg gehen wollten und nicht bereit waren über neue und innovative Technologien nachzudenken. Derartige Einstellung und Sichtweise nervt mich persönlich. Es gibt im Gegenzug tolle Entwickler und Persönlichkeiten die sich nichts drauß machen, was andere über Sie denken. Sie stehen voll und ganz hinter Ihrer Arbeit und den Produkten, die Sie erschaffen. Mit diesen Menschen kann man wunderbar zusammen arbeiten und die Resultate übertreffen die Erwartungen. Leider verstehen die Kunden oder der Markt solche coolen Leute einfach nicht. Diese Welt ist oft sehr ungerecht und verkehrt. Wenn du ausgelastet bist, klingelt das Telefon ständig und jeder will etwas von dir, wenn du verfügbar bist, will Keiner etwas von dir wissen.

Leider musste ich mir bisher öfter anhören, dass ich mich nicht auf eine bestimmte Technologie oder Software, egal ob closed oder open spezialisiere. Dabei bleibe ich auch! Vielleicht fange ich in einem halben Jahr an 3D Modelle zu designen und entferne mich von der Webentwicklung. Nichts ist natürlicher als der Wandel.

Gern bevorzuge ich persönlich ganz bestimmte Tools, eine Bibliothek oder ein Framework, aber ich lebe nicht danach. PHP5 ist cool aber Perl und Ruby sind es auch... Ja, sogar C/ C++ und Java. Meine Lebenszeit ist nicht lang genug, um all diese großartigen Sprachen erlernen und flüssig aus dem Ärmel geschüttelt schreiben zu können. Ich versuche es und teste hier oder lese mich dort ein, weil es nicht zu tun, der falsche Weg wäre.

Noch nie zuvor hatten wir alle die Möglichkeit an so viele freie und gute Informationen zu gelangen wie es heutzutage im Web möglich ist.
Vorallem durch die Open und Free Source Bewegung und die große Linux Entwicklergemeinde ist es für ein Individuum möglich geworden innerhalb von wenigen Jahren ein respektabler Softwareentwickler oder Designer zu werden, der sich mit einem Server, den Diensten und den Sprachen auskennt und diese zielgerichtet für Projekte einsetzen kann, um den Kundenwunsch auf ganzer Linie zu entsprechen.

Zum Beispiel ist Magento eine großartige Shop-Software Lösung, aber nicht alleine unter den vielen kleinen und extrem guten Forks und Sub-Lösungen auf dem Hybrid Markt. Ebenso Typo3 oder WordPress, da draußen gibt es so tolle kostenlose Software wie das Croogo CMS auf Basis von CakePHP.

Es ist klar, dass wir uns in diese Programme und Ihre Funktionen einarbeiten müssen, oft Tage und Wochen bis wir Sie verstehen und für uns und die Kunden einsetzen können. Diese Lösungen sind zum großen Vorteil skalierbar und quelloffen und genau diese zwei Fakten bieten ungeheure Vorteile gegenüber kostenpflichtiger und geschlossener Software.
GitHub ist unglaublich, ich habe über diese Plattform so enorm viele gute Entwickler und Projekte kennengelernt, einfach Wahnsinn. Leute macht die Augen auf und fangt an über euren eigenen Tellerrand zu schauen. Testet alles was Ihr im Open Source Umfeld in die Finger bekommt, beteiligt euch an diesen Projekten und bleibt hungrig nach neuen Innovationen.